AKTUELLES IN DER CORONA-KRISE

Am 19. März informierten wir Sie über unsere vollständige Erreichbarkeit – dies gilt unverändert! Unsere Belegschaft ist bisher vom Coronavirus verschont geblieben, wir sind für Sie da! Gerne möchten wir Sie heute zu aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise informieren.

WARNUNG VOR INTERNETKRIMINALITÄT
Durch die aktuelle Corona-Krise und daraufhin getroffene Ad-hoc-Maßnahmen in den Unternehmen ist die Gefahr für Cyberangriffe auf die IT-Systeme deutlich gestiegen. Homeoffice und privates IT-Equipment mit Zugriff auf Netzwerk oder Cloud machen unser Arbeiten flexibler, Cyberkriminelle machen jedoch keine Corona-Pause. Die Zeit titelte jüngst ‚Wie Cyberkriminelle jetzt die Corona-Angst ausbeuten‘. Schützen Sie Ihr Unternehmen wirksam bei Cyberattacken! Eine unserer Lösungen: Mit Cyber Protection Plus by Hörtkorn bieten wir Ihnen umfassenden, professionellen Versicherungsschutz. Durch eine 24-Stunden-Krisenhotline erhalten Sie zudem direkten Zugang zu den IT-Experten unseres Partners Corporate Trust – diese stehen Ihnen auch in Zeiten von Corona uneingeschränkt zur Verfügung. Lesen Sie mehr zu Corona-Betrugsmaschen im aktuellen Blog-Beitrag von Corporate Trust.


BETRIEBS- / PRODUKT-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG / D&O-VERSICHERUNG
Im Bereich der Betriebs- / Produkt-Haftpflichtversicherung existieren keine speziellen Ausschlüsse hinsichtlich Pandemien, Seuchen usw. Sollten Sie mit entsprechenden Ansprüchen konfrontiert werden, wird der Versicherer eine Haftung prüfen und entweder den Anspruch als unberechtigt zurückweisen oder berechtigte Ansprüche ersetzen. Aus unserer Sicht dürfte aber eine Haftung hier regelmäßig entfallen, da es sich bei derartigen Ereignissen um höhere Gewalt handelt. Eine Haftung dürfte nur dann gegeben sein, sofern Pflichten im Hinblick auf Schutzmaßnahmen oder ähnliches verletzt werden würden. Vergleichbar sieht es bei der D&O-Versicherung aus, auch hier gibt es keine Ausschlüsse und der Versicherer würde die Ansprüche entsprechend prüfen. Denkbar wären ggf. Ansprüche gegen Organe aus der Verletzung von Organisationspflichten oder ähnliches. Aufgrund der Neuartigkeit des Virus dürften diese zwar schwer durchzusetzen sein, gleichwohl können aber Kosten zur Abwehr der Ansprüche anfallen.

Sofern Sie Ihr Produktprogramm aufgrund der Corona-Krise ändern, in dem Sie medizinischen Bedarf herstellen, haben Sie über die Vorsorgeversicherung  Ihrer Betriebs- / Produkt-Haftpflichtversicherung weitgehend Versicherungsschutz. Gleichwohl gibt es Produkte, die generell vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind, z. B. solche, die unter das Arzneimittelgesetz (AMG) fallen.


KFZ – STILLLEGUNG / RUHEVERSICHERUNG

Sofern Sie einen Teil Ihrer Fahrzeugflotte vorübergehend nicht benötigen, können Sie diese stilllegen. Damit der Versicherungsschutz im Sinne einer „Ruheversicherung“ bestehen bleibt, darf das Fahrzeug jedoch nur stillgelegt und nicht abgemeldet werden. Hierbei ist Folgendes zu beachten: Während des Stilllegungszeitraumes muss das Fahrzeug bedingungsgemäß abgestellt werden.  Dies kann in einem „Einstellraum“ (z.B. einer Garage) oder auf einem „umfriedeten Abstellplatz“ geschehen. Ein solcher Abstellplatz liegt vor, wenn ein Platz z.B. durch Zäune, Hecken oder Mauern umschlossen ist oder in einem geschlossenen Hofraum liegt. Der Betrieb des Fahrzeugs auf öffentlichen Straßen und Plätzen ist damit nicht mehr versichert, im Schadenfall wäre der Versicherer leistungsfrei. Das Abstellen eines stillgelegten Fahrzeugs auf der Straße bzw. im öffentlichen Verkehrsraum ist zudem ordnungsrechtlich nicht zulässig.

Falls für Sie ein Einstellen in Betriebsgebäuden in Betracht kommt: Bitte beachten Sie, dass Garagenverordnungen der Länder regeln, ob und welche Kfz in Räumen, die keine Garagen sind, eingestellt werden dürfen. Regelmäßig ist dieses verboten, jedoch gibt es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Ausnahmeregelungen. Auch um den Versicherungsschutz Ihrer Sachversicherungen nicht zu gefährden, ist es erforderlich, dass diese Regelungen beachtet werden. Gegebenenfalls muss zudem auch eine Ergänzung in Ihren Sachversicherungsvertrag aufgenommen werden.


Betriebsstillegungen / Werksschliessungen
Die Corona-Krise wirkt sich erheblich auf den Geschäftsbetrieb vieler Unternehmen aus. Solche Schließungen können in Bezug auf den Versicherungsvertrag eine Gefahrenerhöhung darstellen und damit anzeigepflichtig sein. Erfolgt keine Anzeige, kann dieses Ihren Versicherungsschutz gefährden.

Bitte beachten Sie, dass die Funktionsfähigkeit aller Sicherheitseinrichtungen (Brandschutzeinrichtungen, Einbruchmeldesysteme etc.) auch in einem geschlossenen Betrieb weiterhin gewährleistet sein muss. Zudem möchten wir auf die folgenden für den Versicherungsschutz erheblichen Punkte in diesem Zusammenhang besonders hinweisen:

  • Das Grundstück muss durch eine zuverlässige Person beaufsichtigt werden, die sämtliche Räume möglichst täglich, mindestens aber jeden zweiten Tag einmal begeht und die verschließbaren Räume stets wieder verschließt.
  • Elektrische Anlagen müssen von der Energiequelle getrennt und gegen Wiedereinschalten gesichert sein.
  • Wasserführende Anlagen und Einrichtungen, die nicht genutzt werden, müssen abgesperrt und entleert werden und auch entleert bleiben.
  • Natürlich ist der Betrieb nach den allgemein geltenden Sicherheitsvorschriften auch zu Beginn der Stilllegung zu reinigen und sind auch die üblichen, nach dem Arbeitsschluss erforderlichen Kontrollen, z.B. hinsichtlich der ordnungsgemäßen Beseitigung von Abfällen, der Schließung von Feuerabschlüssen, der Sicherung von Feuerstätten und Heizeinrichtungen zu beachten
  • sowie alle Fenster und Türen geschlossen zu halten. Sollten Schlösser, Türen oder Fenster beschädigt sein, sind sie unverzüglich zu reparieren. 

Wartungen und Reparaturen, VdS-Prüfungen und Elektrorevision
Die Pflichten aus Ihrem Versicherungsvertrag, erforderliche Wartungen, VdS-Prüfungen (z.B. der Sprinkleranlagen), Reparaturen oder die Elektrorevision vorzunehmen, bleiben grundsätzlich auch bei einer Stilllegung des Betriebs bestehen.

Schutzmassnahmen bei laufendem Geschäftsbetrieb
Auch Unternehmen, in denen der Geschäftsbetrieb weiterläuft, laufen Gefahr aus Angst vor Infektionsherden, gegen Brandverhütungsvorschriften zu verstoßen. Türklinken sind hier in den Fokus geraten, weshalb in vielen Unternehmen Türen teilweise festgestellt werden. Bitte beachten Sie, dass selbstschließende Feuerschutzabschlüsse, wie z.B. Brandschutztüren, nicht durch Verkeilen oder Festbinden dauerhaft geöffnet sein dürfen. Bei einem Verstoß hiergegen, gefährden Sie im Brandfall nicht nur Ihren Versicherungsschutz, sondern auch konkret das Leben Ihrer Mitarbeiter.

Da die Corona-Pandemie zu dynamischen Prozessen bei den Versicherern führt, sind aktuelle Aussagen unter Vorbehalt und unterstehen fortlaufenden Veränderungen. Wir informieren Sie auch zukünftig über die weiteren Entwicklungen.

Wünschen Sie eine persönliche Beratung durch einen unserer Firmenberater? Dann melden Sie sich bitte bei uns telefonisch unter 07131 / 949-0 oder via E-Mail an info(at)dr-hoertkorn.de

Im Namen unserer Belegschaft wünsche ich Ihnen weiterhin viel Kraft, Ausdauer und Gesundheit!

Freundliche Grüße
Dr. Friedrich E. Hörtkorn GmbH

Christian Hörtkorn
Geschäftsführender Gesellschafter