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Für eine Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung

Der demografische Wandel führt dazu, dass das Durchschnittsalter aller Arbeitnehmer eines Betriebes immer höher wird. Eine vor Kurzem veröffentlichte Broschüre zeigt, was Arbeitgeber berücksichtigen können, um die Gesundheit und Motivation der älteren und alternden Mitarbeiter hochzuhalten.

16.10.2017 (verpd) Die Bevölkerung wird laut Statistik immer älter. Zudem steigt das Renteneintrittsalter seit einigen Jahren an. Damit erhöht sich auch das Durchschnittsalter der Belegschaft in einer Firma. Umso wichtiger ist es, dass auch die Arbeitsbedingungen entsprechend den alternden und älteren Beschäftigten angepasst werden, um ein effektives Arbeiten zu erreichen und arbeitsbedingte Leiden und Krankheiten so gut wie möglich zu vermeiden. Entsprechende Tipps für Arbeitgeber und Personalverantwortliche enthält die aktualisierte Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).

Während noch im Jahr 2000 nur jeder achte Erwerbstätige 55 Jahre oder älter war, ist es laut den Daten des Statistischen Bundesamtes aktuell bereits jeder fünfte. Und dieser Anstieg der immer älteren Arbeitnehmer in den Betrieben wird sich laut Experten auch aufgrund der niedrigen Geburtenrate und der steigenden Lebenserwartung sowie des immer höher werdenden Renteneintrittsalters noch verstärken.

Zugleich ändern sich nach Angaben der Spezialisten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) aber auch viele berufliche Tätigkeiten aufgrund der zunehmenden Globalisierung, Digitalisierung und Technisierung. Ein Unternehmer muss nicht nur die Arbeitsplätze, sondern auch die Beschäftigten auf diese Änderungen einstellen, damit die Arbeitnehmer möglichst lange gesund und arbeitsfähig bleiben sind sowie motiviert für die Firma arbeiten.

Damit die Mitarbeiter möglichst lange arbeitsfähig bleiben

Die über 100 Seiten starke und bei der BAUA herunterladbare Broschüre „Alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung – Grundlagen und Handlungsfelder für die Praxis“ gibt entsprechende Tipps, worauf Arbeitgeber und Personalverantwortliche diesbezüglich achten sollten.

Unter anderem ist in der Broschüre zu lesen: Unternehmen „müssen ihre Beschäftigten mit entsprechenden Maßnahmen der Arbeitsgestaltung und des Personalmanagements auf diese Veränderungen vorbereiten und entsprechend qualifizieren, damit sie möglichst lange arbeitsfähig im Unternehmen bleiben“.

Neben den Ausführungen zur Bedeutung einer alters- und alternsgerechten Arbeitsgestaltung enthält die Broschüre Informationen und Tipps zu folgenden sechs Gestaltungsfeldern: „Arbeitsaufgabe“, „Arbeitsorganisation“, „Soziale Beziehungen“, „Arbeitsumgebung“ und „Betrieblicher Kontext“.

Vom Arbeitsplatz bis hin zu den sozialen Beziehungen

So wird im Gestaltungsfeld „Arbeitsaufgabe“ empfohlen, die Arbeitsgeschwindigkeit besonders bei schwerer körperlicher Arbeit variabel zu gestalten, Tätigkeiten mit hohem Routineanteil und ohne problemlösendes Denken möglichst gering zu halten und Weiterbildungen kontinuierlich anzubieten. Zudem sollte eine Reizüberflutung durch zu viele Informationen vermieden werden. Unter anderem wird hier eine klare Regelung vorgeschlagen, wer welche E-Mails erhalten sollte.

Beim Thema alternsgerechte Gestaltung rät die BAUA beispielsweise, „insbesondere die Gesundheit von jungen, unerfahrenen und sehr engagierten Beschäftigten im Blick“ zu haben und diese vor Überforderung oder Überlastung zu schützen. Hinweise beim Thema Arbeitsorganisation gibt es unter anderem zur Arbeitszeiten-, Pausen- und Schichtplangestaltung, aber auch wie sich Arbeitsstörungen sowie Zeit- und Leistungsdruck verringern lassen.

Beim Gestaltungsfeld „Soziale Beziehungen“ wird dargelegt, wie soziale Interaktionen erreicht und soziale Unterstützungen durch Kollegen und Vorgesetzten gefördert werden können. Im Bereich „Arbeitsumgebung“ geben die BAUA-Spezialisten Tipps zur Arbeitsplatzgestaltung sowie zur Vermeidung von Unfallrisiken und ergonomisch ungünstigen Arbeitsbedingungen. Das Kapitel „Betrieblicher Kontext“ beschäftigt sich mit der betrieblichen Gesundheitsförderung und gibt Hinweise, wie sich ein auf alle Altersgruppen bezogenes Personalmanagement realisieren lässt.

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