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Gefährliches Spielzeug und riskante sonstige Produkte

Rund 1,7 Millionen Kinder müssen laut Bundesministerium für Gesundheit aufgrund eines Unfalls ärztlich behandelt werden. Nicht wenige Unfälle werden durch gefährliche Produkte im Wohnumfeld eines Kindes verursacht.

11.12.2017 (verpd) Nicht jedes Spielzeug oder Kinderzimmer-Möbelstück ist auch wirklich für Kinder geeignet. Ein Webportal zeigt, worauf man bei den einzelnen Produktarten achten sollte, um das Unfallrisiko minimal zu halten und die Gesundheit des Kindes nicht zu gefährden, aber auch, welche einzelnen Produkte bereits als gefährlich eingestuft wurden.

Obwohl Spielzeug für Kinder gedacht ist, bedeutet dies nicht, dass jedes sicher ist. Immerhin sind mehr als ein Viertel aller von offiziellen Stellen als gefährlich eingestuften Produkte Spielsachen. Dies hat eine Auswertung der Datenbank des EU-Schnellwarnsystems Rapex für Produktrückrufe für die Jahre 2015 und 2016 ergeben. Doch auch Möbel, die beispielsweise durch scharfe Ecken und Kanten, leicht zu Verletzungen führen können, oder aufgrund einer unzureichenden Standfestigkeit sogar umfallen, wenn sich Kleinkinder daran hochziehen, sind keine Seltenheit.

Zu den typischen Unfällen, die durch gefährliche Produkte verursacht werden können, gehört das Verschlucken von Kleinteilen, das Einklemmen von Körperteilen, aber auch das Herabfallen, Vergiftungen oder Ersticken. Eltern können jedoch bereits bei der Anschaffung von Produkten darauf achten, dass von ihnen keine Unfallgefahr für ihr Kind ausgeht.

Produktwarnungen online abrufbar

So sollten beispielsweise an der Kleidung keine Kordeln oder Bänder angebracht sein, da sie eine hohe Strangulationsgefahr für ein Kind darstellen können. Auch mangelhaft verarbeitete Produkte oder Gegenstände, die unangenehm und nicht materialtypisch riechen, können zu Verletzungen oder Vergiftungen führen. Extrem lautes Spielzeug, vom Quietschentchen bis hin zum Spielzeugauto mit eingebauter Sirene mit mehr als 80 Dezibel, können ebenfalls gefährlich sein und das Gehör des Kindes schädigen.

Die Bundesarbeits-Gemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG) bietet in ihrem Webauftritt neben Tipps und Checklisten, wie sich Kinderunfälle vermeiden lassen, vielfältige Informationen rund um die Produktsicherheit. Unter anderem enthält das Webportal Informationen darüber, worauf man bei den einzelnen Produktarten wie Absperrgitter über Kinderbett und Wickeltisch bis hin zu Spielsachen achten sollte.

Außerdem enthält die BAG-Website zwei Links zu Produktdatenbanken, die über Produktrückrufe und Produktwarnungen von offiziellen Stellen informieren. Zum einen ist das der Webauftritt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit und zum anderen das Webportal von Rapex. Rapex ist ein Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission für den Verbraucherschutz, das vor gefährlichen Gebrauchsgegenständen wie Spielzeug, Bekleidung, elektrischen Geräten und Kosmetika in englischer Sprache unter anderem mit wöchentlichen Reports warnt.

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