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Mit der Selbstbeteiligung Versicherungsprämien sparen

Einem Versicherungskunden, der in der Versicherungspolice vereinbart hat, dass er im Schadenfall einen kleinen Teil des Schadens selbst trägt, kostet der Versicherungsschutz meist deutlich weniger als ohne diesen vereinbarten Selbstbehalt.

4.12.2017 (verpd) Wer möglichst wenig Versicherungsprämie zahlen will, aber dennoch umfassend abgesichert sein möchte, kann dieses Ziel kostengünstig mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung, wie dies bei diversen Versicherungsarten angeboten wird, erreichen.

Viele möchten mit einer Versicherungspolice gegen ein bestimmtes Risiko so abgesichert sein, dass das Kostenrisiko bei Einritt eines Schadens möglichst gering ist, sie also auch bei einem Schadenfall keine empfindlichen oder gar existenziellen finanziellen Einbußen erleiden. Zudem wünschen sich die meisten eine möglichst günstige Versicherungsprämie. Möglich wird beides durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung im Schadenfall in der Versicherungspolice, da dadurch das Risiko des Versicherers kleiner wird und er dementsprechend die Versicherungsprämie senken kann.

Ein solcher Selbstbehalt wird oft bei Privathaftpflicht- und Rechtsschutz-Versicherungen sowie Hausrat-, Wohngebäude- oder Reiseversicherungen, aber auch bei Kfz-Kasko- und privaten Krankenversicherungs-Policen angeboten.

Es gibt unterschiedliche Selbstbehalte

In der Regel kann ein summen- und/oder anteilsmäßiger Selbstbehalt in der Police vereinbart werden, der im Schadenfall vom Versicherungskunden selbst zu tragen ist. Typisch für einen summenmäßigen Selbstbehalt ist beispielsweise eine Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro für Kfz-Teilkaskoschäden, also zum Beispiel beim Schaden am eigenen Auto durch einen Zusammenstoß mit einem Haarwild oder durch einen Hagelschaden.

Ein Beispiel für einen prozentualen Selbstbehalt ist beispielsweise eine 90-prozentige Erstattung der Kosten für einen Zahnersatz im Rahmen einer Zahnzusatz-Krankenversicherung, das heißt, der Versicherungskunde hat in dem Fall einen Selbstbehalt von zehn Prozent der Kosten vereinbart. Die genaue Art und Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung ist in der jeweiligen Versicherungspolice vermerkt.

Der Versicherungskunde profitiert von einer durch die vereinbarte Selbstbeteiligung niedrigeren Versicherungsprämie bereits von Beginn an – und zwar dauerhaft. Der vereinbarte Selbstbehalt wird dagegen nur fällig, wenn es zu einem Schadenfall kommt. Je höher die vereinbarte Selbstbeteiligung, desto günstiger ist auch die Versicherungsprämie.

Je weniger Schäden, desto höher der Spareffekt

Das größte Sparpotenzial erreicht der Versicherungskunde, wenn er einen Selbstbehalt vereinbart hat und nie einen Schaden erleidet. Doch auch bei einer durchschnittlichen Schadenhäufigkeit ist die Prämienersparnis in der Regel höher als der Betrag, den man im Rahmen des Selbstbehaltes bei einem Schaden aus der eigenen Tasche zahlen muss.

Und selbst wer überdurchschnittlich viele Schäden hat, kann von einer Selbstbeteiligung profitieren. Denn wer Kleinschäden, die unter dem Selbstbehalt liegen, erst gar nicht meldet, verringert das Risiko, dass ihm die Versicherung wegen einer zu hohen Schadenhäufigkeit kündigt. Wie lange man schadenfrei sein muss, damit sich der Selbstbehalt lohnt, kann man leicht selbst ausrechnen.

Die Formel lautet: Höhe des Selbstbehaltes geteilt durch den Beitragsunterschied zwischen den Tarifen mit und ohne Selbstbehalt ergibt die Anzahl der Jahre. Beispiel: Selbstbehalt 100 Euro, Jahresbeitrag 150 Euro ohne und 130 Euro mit Selbstbehalt (Unterschied 20 Euro), also 100/20 = fünf Jahre. Erleidet der Versicherungskunde ab dem sechsten Jahr oder später einen Schaden, spart er bei einer Police mit vereinbarter Selbstbeteiligung durch die niedrigere Prämie bis dahin insgesamt mehr, als er im Schadenfall an Selbstbehalt zahlen müsste.

Effektive Ausgabenreduzierung

In der privaten Krankenversicherung ist die Rechnung noch einfacher, denn da lohnt sich ein Selbstbehalt von einigen Hundert Euro pro Jahr meist sogar für Kranke bereits ab dem ersten Jahr des Bestehens der Police. Denn die Prämiendifferenz zwischen einer Krankenpolice mit einem geringen oder gar keinen Selbstbehalt ist im Vergleich zu einem Krankenversicherungs-Vertrag mit einer höheren Selbstbeteiligung oft sehr hoch. Hinzu kommt, dass bei Krankenversicherungs-Policen der zu tragende Eigenanteil häufig auf einen Jahreshöchstbetrag begrenzt ist.

Wer effektiv sparen möchte, kann in allen Versicherungssparten, wenn möglich, tragbare Selbstbehalte vereinbaren.

Schon nach einiger Zeit lassen sich in der Regel mit der dadurch erreichten Beitragsersparnis Kleinschäden problemlos selbst bezahlen und es bleibt im Vergleich zu den höheren Versicherungsprämien, die ohne Selbstbeteiligung zu zahlen gewesen wären, immer noch Geld übrig.

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