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Sicherheitsnetz gegen eine schlechte Zahlungsmoral

Zwar geht die Zahl der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen seit Jahren zurück, allerdings erwarten Experten für 2019 eine Verschlechterung der Zahlungsmoral. Wie Firmen das Risiko, durch säumige Kunden selbst in Zahlungsschwierigkeiten zu kommen, minimieren können.

18.02.2019 (verpd) Seit 2010 geht die Anzahl der Gesamtinsolvenzen stetig zurück. Allerdings gab es auch letztes Jahr voraussichtlich wieder mehr als 110.000 Firmen, Verbraucher und sonstige Institutionen mit einem beantragten Insolvenzverfahren. Zudem wird laut einer Umfrage erwartet, dass sich die Zahlungsmoral in 2019 wieder verschlechtern wird. Hohe Forderungsausfälle können jedoch ohne eine passende Absicherung auch bei einem gut gehenden Unternehmen zu Bonitätsproblemen führen.

2017 gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) über 115.600 beantragte Insolvenzverfahren, davon waren rund 20.100 von Unternehmen. Seit 2010 – damals waren es noch fast 168.500 beantragte Insolvenzverfahren, fast 32.000 von Unternehmen – sinkt damit die Zahl der Insolvenzen stetig.

Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hat in 2018 die Zahl der Insolvenzen mit geschätzten 112.000 Stück, davon sind etwa 19.900 Unternehmensinsolvenzen, den seit acht Jahren niedrigsten Stand erreicht. Doch allein die Schäden durch die Unternehmensinsolvenzen lagen letztes Jahr nach der Schätzung der Wirtschaftsauskunftei bei rund 26 Milliarden Euro.

Pessimismus beim Thema Zahlungsmoral

Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) erwartet zudem, dass sich die Zahlungsmoral im Vergleich zum letzten Jahr in 2019 insgesamt verschlechtern wird. Dies ergab eine Umfrage im Herbst 2018 unter 550 BDIU-Mitgliedern. Die Gründe dafür sehen die befragten Inkassounternehmen unter anderem im befürchteten Konjunkturrückgang, in Handelshemmnissen zum Beispiel durch den Brexit und insbesondere in gesetzlichen Regulierungen, die die Durchsetzung von Forderungen erschweren.

In der Umfrage wurden die Inkassounternehmen zudem nach den Hauptgründen gefragt, warum diverse Unternehmen in 2018 Zahlungsaufforderungen nicht nachgekommen sind. Spitzenreiter mit drei Viertel aller Nennungen waren Zahlungsausfälle bei eigenen Kunden. 73 Prozent entfielen auf einen momentanen Liquiditätsengpass der betroffenen Firmen.

Fast die Hälfte der befragten Inkassounternehmen (49 Prozent) gaben an, dass die säumigen Firmen Lieferantenkredite ausnutzten, 39 Prozent verorten den Grund in der Insolvenz des betreffenden Unternehmens und 36 Prozent gaben an, dass ein zu geringes Eigenkapital dafür verantwortlich ist. Rund jeder sechste Umfrageteilnehmer, nämlich 16 Prozent, geht sogar davon aus, dass einige gewerbliche Schuldner vorsätzlich nicht zahlen.

Damit ein Forderungsausfall nicht zum Problem wird

Die Umfrage zeigt, dass säumige Kunden für ein Unternehmen schnell zum finanziellen Problem und zur existenziellen Bedrohung werden können. Daher sollten Unternehmens-Verantwortliche Sicherungsmaßnahmen treffen, um Forderungsausfällen vorzubeugen. Beispielsweise kann man die Bonität eines möglichen Kunden, insbesondere bei Großaufträgen, noch vor der Auftragsannahme bei einschlägigen Anbietern überprüfen lassen. Ein gutes Debitorenmanagement ermöglicht es zudem, Zahlungsverzögerungen zeitnah zu erkennen, um umgehend reagieren zu können.

Allerdings sind auch diese und andere Präventionsmaßnahmen kein Garant dafür, dass der Kunde nicht doch erst verspätet oder auch gar nicht zahlt. Dieses Risiko lässt sich jedoch durch eine Forderungsausfall-Versicherung beziehungsweise Warenkredit-Versicherung absichern. Kommt es zu Forderungsausfällen, zahlt der Versicherer die berechtigten Forderungen zum Beispiel aus Warenlieferungen, Werks- und Dienstleistungen im versicherten Umfang an das Unternehmen aus.

Je nach Versicherer kann zudem optional in einer entsprechenden Police vereinbart werden, dass für mögliche Neu- und wiederkehrend auch für Bestandskunden eine professionelle Bonitätsprüfung durchgeführt wird, um das Risiko eines Forderungsausfalls zu reduzieren. Manche Versicherer unterstützen zudem ihre Kunden beim Forderungseinzug beziehungsweise Inkasso. Eine solche Forderungsausfall-Versicherung wird nahezu für jede Branche und Firmengröße angeboten.

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