Dr. hörtkorn  VERSICHERUNGSMAKLER

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So teuer waren die Naturkatastrophen im letzten Jahr

2017 haben die deutschen Versicherer erneut Schäden in Milliardenhöhe, die durch Naturrisiken bei ihren Kunden am versicherten Hab und Gut verursacht wurden, ersetzt.

19.12.2018 (verpd) Fast drei Milliarden Euro haben die deutschen Sach- und Kraftfahrtversicherer 2017 für rund 1,6 Millionen versicherte Schäden durch Naturereignisse wie Sturm, Hagel oder Überschwemmungen aufgewendet. Dies ist mehr als im Jahr zuvor und im langjährigen Durchschnitt, wie aus einem aktuellen Report hervorgeht.

Die versicherten Schäden durch Naturgefahren beliefen sich 2017 auf fast 2,9 Milliarden Euro. Dies teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) jüngst bei der Veröffentlichung des sogenannten „Naturgefahrenreports 2018“ mit.

Welche Versicherung Schäden durch Naturrisiken ersetzt

Hauseigentümer, die ihre Immobilie gegen Schäden durch die Naturrisiken Blitzeinschlag, Sturm und Hagel absichern möchten, benötigen eine Gebäudeversicherung. Wer seinen Hausrat gegen diese Risiken versichern möchte, sollte eine Hausratversicherung und zur entsprechenden Absicherung des Firmeninventars eine Geschäftsinhalts-Versicherung haben.

Schäden durch weitere Naturgefahren wie Überschwemmung, Schneelast, Lawinen, Erdrutsche oder Erdbeben, sogenannte Elementarrisiken, lassen sich meist optional in eine Gebäude-, Hausrat-, oder auch Geschäftsinhalts-Police im Rahmen einer Elementarschaden-Versicherung mitversichern

Schäden am Auto durch Naturrisiken wie Hagel, Blitz, Sturm, aber auch Überschwemmungen lassen sich beispielsweise durch eine Teilkaskoversicherung, die automatisch in der Vollkaskoversicherung enthalten ist, absichern.

Knapp 1,6 Millionen versicherte Schäden durch Naturrisiken

Von den 2,9 Milliarden Euro, die die Versicherer infolge Schäden durch Naturrisiken letztes Jahr ersetzt haben, entfielen rund 2,0 Milliarden Euro auf Sachversicherungen wie die Wohngebäude-, Hausrat- oder Geschäftsinhalts-Policen und etwa 860 Millionen Euro auf Kasko-Versicherungen.

Insgesamt gab es in 2017 1,12 Millionen Sturm- und Hagelschäden, die von den Versicherungskunden gemeldet wurden und für die die Versicherer etwa 1,7 Milliarden Euro an Schadenleistungen zahlten. Hinzu kamen 300 Millionen Euro Schadenzahlungen für 60.000 Elementarschäden wie Überschwemmungen, Erdrutsch oder Lawinen.

Im Rahmen der bestehenden Kaskoversicherungen erhielten die betroffenen Autofahrer in 2017 860 Millionen Euro an Schadenaufwand. Davon wurden 850 Millionen Euro durch 405.000 Sturm- und Hagelschäden und zehn Millionen Euro durch 3.000 Überschwemmungsschäden verursacht.

Überdurchschnittlich hohes Schadensjahr

Auch wenn die versicherte Schadenhöhe in 2017 mit rund 2,9 Milliarden Euro geringer war als in manchen Jahren zu vor, ist sie dennoch überdurchschnittlich hoch, nämlich fast 400 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor und 300 Millionen Euro mehr als im jährlichen Durchschnitt seit 2000.

Besonders schadenreiche Jahre waren dagegen die Jahre 2002 und 2013. In 2002 lag die versicherte Schadenhöhe bei zehn Milliarden Euro – damals wurden zahlreiche Schäden durch die Oder-Flut verursacht. In 2013 belief sich die Schadensumme, die die Sach- und Kfz-Versicherer unter anderem infolge des damaligen Juni-Hochwasser sowie mehreren schweren Hagelstürmen und Orkanen erbracht hatten, auf etwa 8,7 Milliarden Euro.

Das laufende Jahr könnte für die Versicherer hierzulande allerdings ein sehr teures werden. Denn allein die Wohngebäudeversicherer hatten zwischen Januar und Juni bereits versicherte Schäden von über 1,2 Milliarden Euro zu verzeichnen. Über die Hälfte davon wurde laut GDV durch die Winterstürme „Burglind“ und „Friederike“ zu Beginn des Jahres verursacht. Die Daten verdeutlichen, wie wichtig es für jeden Einzelnen ist, sein Hab und Gut gegen Naturrisiken abzusichern, denn Sturm, Blitz, Hagel und Starkregen können in allen Regionen Deutschlands zu dramatischen Schäden führen.

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