Wertvolles ausreichend versichern

Normalerweise lässt sich das eigene Inventar wie Möbel oder Kleidung in einer Hausratsversicherung gegen Brand, Einbruchdiebstahl und andere Risiken versichern. Doch es gibt Wertgegenstände wie wertvollen Schmuck oder Antiquitäten, die einen besonderen Absicherungsbedarf haben.

7.9.2015 (verpd) Entspricht die Versicherungssumme einer Hausratversicherung dem tatsächlichen Wert des Hausrates, kommt der Versicherer im Versicherungsfall für den entstandenen Schaden auf. Es gibt jedoch bestimmte Wertsachen, für die im Versicherungsvertrag festgelegte Entschädigungsgrenzen, die nicht unbedingt dem Wert des jeweiligen Gegenstandes entsprechen, gelten. Doch mit einer passenden Police lassen sich auch diese Wertgegenstände ausreichend absichern.

In einer Hausratversicherung sind üblicherweise Ge- und Verbrauchsgüter des täglichen Lebens, die im Haushalt zu finden sind, wie Möbel, Kleidung, Lebensmittel, Elektrogeräte, Bücher und Geschirr, zum Neuwert versichert. Das heißt, im Versicherungsfall zahlt der Versicherer den Wert, der nötig ist, um die beschädigten Gegenstände neu zu kaufen, vorausgesetzt die vereinbarte Versicherungssumme der Police ist nicht niedriger als der Neuwert des Hausrats.

Versicherungsschutz besteht in der Regel für Beschädigungen durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Flugzeugabsturz, Diebstahl, Beraubung, ungewollt austretendes Leitungswasser, Sturm und Hagel. Allerdings gelten üblicherweise für bestimmte Wertsachen in der Hausratspolice festgelegte Entschädigungsgrenzen, die im Versicherungsfall maximal ausgezahlt werden. Die Entschädigungsgrenzen sind bei den Wertgegenständen unabhängig vom tatsächlichen Wert, das heißt, der Schaden kann höher sein als der Betrag, den man im Schadenfall dafür bekommt.

Sonderfall Wertsachen

Solche Entschädigungsgrenzen gibt es in der Regel für Bargeld, Wertpapiere, Sparbücher, Münzen und Medaillen, Schmuck, Edelsteine, Edelmetalle wie Gold und Platin, Pelze, handgeknüpfte Teppiche, Gobelins und Kunstgegenstände wie Bilder und Skulpturen. Auch Antiquitäten, also Dinge, die älter als 100 Jahre sind, zählen mit Ausnahme von Möbeln zu den Wertgegenständen.

Häufig sind beispielsweise Wertgegenstände nur bis zu einem vereinbarten Prozentsatz der Gesamtversicherungssumme, maximal jedoch bis zu einem festgelegten Beitrag, versichert. Typische Entschädigungsgrenzen für Wertgegenstände sind zum Beispiel 20 oder 40 Prozent der Versicherungssumme, maximal jedoch 10.000 Euro oder 20.000 Euro.

Für manche Wertgegenstände wie Bargeld, Sparbücher, Wertpapiere, Schmuck oder Münzen kann zudem die Aufbewahrung in einem Tresor, der bestimmte Sicherheitskriterien aufweisen muss, vorgeschrieben sein. Wurde der Wertgegenstand zum Zeitpunkt des Schadens außerhalb eines vorgeschriebenen Safes aufbewahrt, gelten noch niedrigere Entschädigungsgrenzen wie beispielsweise 1.000 Euro für Bargeld oder 2.500 Euro für Wertpapiere und Sparbücher.

Spezialpolicen für einen umfassenden Schutz

Zwar können gegen Aufpreis meist auch höhere Entschädigungsgrenzen in der Hausratspolice vereinbart werden, allerdings empfiehlt sich für besonders wertvolle Stücke, deren Werte die Entschädigungsgrenzen übersteigen, der Abschluss spezieller Versicherungspolicen.

Beispielsweise sind mit einer solchen Spezialpolice wie einer Schmuck- oder Kunstversicherung nicht nur die tatsächlichen Werte abgedeckt, sondern sie deckt in der Regel auch mehr Risiken als eine Hausratversicherung ab.

Derartige Spezialversicherungen gibt es unter anderem auch für Antiquitäten, Pelze sowie für wertvolle Kameraausrüstungen, Musikinstrumente und Elektronikgeräte.

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